Warum Banken neue GmbHs oft genauer prüfen, und wie Sie sich vorbereiten
Die GmbH ist gegründet, doch bei der Eröffnung des Geschäftskontos verlangt die Bank weitere Unterlagen und stellt Fragen zur Gesellschaft. Das kann mühsam wirken, ist bei neuen Unternehmen aber normal.
Banken müssen die Gesellschaft, ihre Vertreter und die wirtschaftlich Berechtigten prüfen. Mit vollständigen Unterlagen und klaren Angaben lässt sich der Prozess meist deutlich erleichtern.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Banken müssen neue Gesellschaften und die beteiligten Personen nach den gesetzlichen Vorgaben identifizieren und prüfen.
- Häufig benötigt werden unter anderem Gesellschaftsvertrag, Handelsregisterauszug, Gesellschafterliste und Ausweisdokumente.
- Die Bank kann zusätzlich Angaben zur Geschäftstätigkeit, zu erwarteten Zahlungen und zu wirtschaftlich Berechtigten verlangen.
- Bei ausländischen Beteiligten oder komplexen Eigentumsverhältnissen kann die Prüfung mehr Zeit und zusätzliche Unterlagen erfordern.
- Unvollständige oder widersprüchliche Angaben führen häufig zu Rückfragen und Verzögerungen.
- Eine Bank kann die Kontoeröffnung nach ihrer eigenen Risikoprüfung ablehnen. Einen allgemeinen Anspruch einer GmbH auf ein Geschäftskonto gibt es nicht.
Warum Banken neue GmbHs genauer prüfen
Warum die Bank nicht gegen Sie arbeitet
Welche Unterlagen Banken typischerweise verlangen
- aktueller Handelsregisterauszug, nicht älter als drei Monate
- Gesellschaftsvertrag oder notariell beurkundete Satzung
- aktuelle Gesellschafterliste aus dem Handelsregister
- Personalausweis oder Reisepass aller Gesellschafter und Geschäftsführer
- Nachweis über die Stammkapitaleinzahlung, je nach Bank
- kurze Beschreibung Ihrer geplanten Geschäftstätigkeit
- bei ausländischen Gesellschaftern zusätzliche Legitimationsdokumente
Häufige Rückfragen der Banken, und wie Sie souverän antworten
Auf diese Fragen sollten Sie vorbereitet sein:
- „Was genau macht Ihre Gesellschaft?“ Antworten Sie kurz und klar auf Basis Ihres Unternehmensgegenstands.
- „Woher kommen die Gesellschafter?“ Halten Sie Ausweisdokumente und gegebenenfalls einen Adressnachweis bereit.
- „Wer ist der wirtschaftlich Berechtigte?“ Das sind Gesellschafter mit mehr als 25 Prozent Anteil. Ein Transparenzregistereintrag hilft hier.
- „Gibt es Verbindungen ins Ausland?“ Antworten Sie ehrlich und klar, gute Vorbereitung erspart Rückfragen.
Besonderheiten bei ausländischen Gesellschaftern
Sprechen Sie bei ausländischen Gesellschaftern frühzeitig mit dem Notar. Manche Unterlagen lassen sich schon im Rahmen des Notartermins vorbereiten. Wie das bei der Beurkundung aussieht, zeigt der Beitrag Besonderheiten bei ausländischen Gesellschaftern.
Warum Konten manchmal abgelehnt werden
- ein unklarer oder sehr weiter Unternehmensgegenstand, etwa „Handel mit allen zulässigen Waren“
- unvollständige Unterlagen
- fehlende oder unklare wirtschaftlich Berechtigte
- eine Branche mit erhöhtem Risikoprofil, etwa Krypto oder Bargeldhandel
Onlinebank oder Filialbank: was passt zum Start?
- Filialbanken bieten in der Regel mehr Leistungen und persönliche Beratung vor Ort, prüfen dafür aber oft etwas länger.
- Spezialisierte Onlinebanken und Fintech-Anbieter sind meist schneller eröffnet und verlangen weniger Dokumente.
Für die ersten Monate kann eine Onlinebank ideal sein, um schnell handlungsfähig zu werden. Langfristig lohnt sich oft zusätzlich eine Filialbank für größere Transaktionen und Kreditlinien. Hilfreich für die Auswahl ist der Beitrag Geschäftskonto eröffnen.
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Mira ★ ★ ★ ★ ★
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